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2016-08-27 bis 2016-09-01 Wanderwoche im Val de Sole

verfasst von franz_f, uli_r am 19.07.2016

Val del Sole Wandertage in Val de Sole vom 27.08- 01.09.16

Trotz frühem Start morgens um 5 in Weiler waren alle 10 Teilnehmer pünktlich.
Unser Ziel war es gegen Mittag in Val de Sole anzukommen, jedoch wurde unsere Mühe nicht belohnt. Nach 7,5 Std. Fahrzeit bei 30 Grad im Auto entschied ich mich im Ort Cles bei unserer zweiten Pause und gleich ins Hotel nach Pajo-Fonti zu fahren und die geplante Tour zu verwerfen.
Dafür erkundeten wir nach dem Einchecken das 150 Meter höher gelegene Bergdorf Pajo (1580 m) mit seinen alten Bergbauernhöfen in den engen steilen Gassen.
Bei bestem Bergwetter fuhren wir am Sonntag mit dem Auto in das 5 km entfernte Tal Fontannio de Celentino. Von hier ging es zu Fuß hoch zum Stausee Lago di Pan Palü und in einem auf und ab am See entlang zur Marga Pian Palü, wo man am liebsten eine größere Pause einlegen möchte, um die Umgebung mit dem Wildbach und dem blaugrünen See zu genießen. Aber wir wollten ja noch weiter zum Lagosteil auf 2455 m. Nach insgesamt 3 Std Marsch hatten wir uns eine längere Brotzeitpause am Laogosteil verdient. Danach ging es über einen kleinen Rundweg zurück zur Marga Paludei und wie beim Aufstieg hinunter zum Stausee. Um den kompletten See zu umrunden, liefen wir am Südufer zurück zum Ausgangspunkt. Diesen erreichten wir noch rechtzeitig vor dem einsetzenden Regen und gönnten uns noch einen kurzen Einkehrschwung im Malga Fontannio.

Am anderen Tag fuhren wir in das 15 km lange Tal Val de la Mara auf 2000 Meter hoch, um von dort die weiteren 600 Hm zum Refugio Larcher (Cevedale) auf einem wunderschönen Weg zu erwandern. Leider war ein Einkehrschwung nur mit einer kurzen Pause bedacht, da sich schon die ersten größeren schwarzen Wolken zeigten und für den späteren Nachmittag Gewitter angesagt waren. Doch die Wolken konnten denn faszinierenden Blick auf die umliegenden Gletscher vom Cervedale, Zufallsspitzen, Palon De La Mare und weitere 3000er im Nationalpark Stilfserjoch nicht trüben. Nochmals weitere 100 Hm und wir erreichten den Lago de Marmotta und unseren Brotzeitplatz. Die Wolken haben sich Gott sei Dank wieder etwas verzogen, so war der Zeitplan wieder etwas lockerer. Den Lago Lungo ließen wir unterhalb unseres Weges liegen und steuerten bequem auf den Lago Nero und Lago Careser zu. Der Lago Nero ist nur ein kleiner See aber eine Augenweide mit seinem bis auf den Grund klaren Wasser. Hier teilte sich die Gruppe, die eine Hälfte umrundete noch den Lago Careser. Hier ging es zum Teil über Blockgestein und ausgesetzte Stellen. Der hintere Teil des Stausees ist ein Schauplatz verschiedener Moose. Die anderen liefen über die Staumauer zum Abstiegsweg.
Am Anfang vom Abstieg glaubte keiner daran trocken Fußes runter zu kommen, doch wir hatten Glück und das Gewitter verlor schnell wieder an Energie. Bei der Bar Malga Mare gab es noch einen Apfelstrudel und man konnte mit einem Fernrohr einen stattlichen Hirsch beobachten.

Für den Dienstag war leider nicht das beste Bergwetter angesagt. Aber es blieb denn ganzen
Tag trocken. Deshalb machten wir uns vom Hotel aus auf Tour. Unser heutiges Ziel war der Lago Covel. Das Wetter und das Tagesprogramm ließen genügend Zeit um sich um die Pilze und Beeren
zu kümmern die auf unserem Weg waren. Hans, Gertrud und Rita waren die Pilzjäger - aber wohin damit? Nach etwa lockeren 3 Std. erreichten wir den Covel See der auf einer wunderschönen Hochebene auf 1860 Meter liegt.
Nochmals weitere 100 Hm und knapp 1 Std. Gehzeit erreichten wir das Refugio Scoialotto 1998 m.
Nach der Kaffeepause entschieden wir uns mit der Tourismuskarte auf 3000 Meter hinauf zu Gondeln, mit der Hoffnung, dass wir die Nebelschicht durchbrechen könnten. Wir hatten jedoch kein Glück was jedoch der guten Laune keinen Abbruch tat. Für ein paar war es dennoch ein Erlebnis das erste Mal auf 3000 Meter zu sein und die verschiedenen Eindrücke der Bergwelt noch näher zu rücken. Nachdem wir wieder ins Tal gegondelt sind verbrachten wir den restlichen Tag und Abend mit Spielen und essen. Denn es gab jeden Abend ein super 4-5 gängiges Menü zur Auswahl.
Es war auch immer wieder spannend was man sich so bestellt hat, da die Übersetzung von Italienisch ins Deutsche nicht immer so perfekt war. Hungrig musste keiner ins Bett.
Am nächsten Tag begrüßte uns wieder die Sonne, und wir machten uns auf ins Val de Rabbi zum Glocc de Parco. Am Rabbies entlang zur Malga de Stablasola und weiter zur Marga Pra de Seant 1780 Meter. Von dort den Weg dei ari ci montimentali (Weg der alten Lärchen) - 24 Lärchen mit einem Alter von 200 ? 500 Jahre gab es zu bestaunen.
Es ging wieder zurück zum Cascale de Seant wo wir leider von dem Regen überrascht worden sind, der eigentlich am Vortag angesagt war. An imposanten Wasserfällen ging es entlang zur Marga Stablasola auf einen Kaffee hinunter und weiter zum Auto.
Auf der Rückfahrt hielten wir nochmal in Rabbi an, um uns etwas umzusehen.
Somit war die Wanderwoche schon wieder vorbei.
Wir beschlossen nach dem Frühstück ziemlich bald abzureisen.
Doch der Donnerstagmorgen präsentierte sich mit bester klarer Bergsicht, und so nutzten wir nochmals die Bergbahnkarte und fuhren auf 3000 Meter hoch.
Wir hatten unendliches Glück denn eine ¼ Std. später zogen schon wieder die ersten Nebel und Wolkenfelder auf und schränkte die Sicht auf die Brenta, Adamello, Pergamello Monte Voiz ein.
Da waren wir uns alle einig, dass dies nochmals ein krönender Aus- und Rückblick auf die schönen Wandertage war.
Danke an alle Teilnehmer für den problemlosen, harmonischen und geselligen Zusammenhalt.
Würde mich freuen wieder einmal mit euch unterwegs zu sein.
Christine


                 
               
               
               
               
           

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