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2020-07-03 Zugspitze über Höllental-Klettersteig

verfasst von franz_f, martin_r am 07.01.2020

Am 6. August startete Martin mit zwei Bergbegeisterten nach Hammersbach. Der Aufstieg durch das
Höllental zählt zu den Klassikern, da kaum eine andere Bergtour solche Vielfalt bietet: Die Höllentalklamm mit ihren dunklen Stollen und tosenden Wasserfällen, der grüne Höllentalanger mit seiner großartigen Bergkulisse, der Höllentalferner und die langen Klettersteigpassagen mit Tiefblick
auf den azurblauen Eibsee.

Nach der Übernachtung auf der Höllentalangerhütte starteten wir am nächsten Morgen um
6.30 Uhr, schon bald gelangten wir an Eisenstifte und ein darüber gespanntes Drahtseil, das die Querung einer schrägen Wand ermöglichte. Über diesen Leitersteig sowie über Latschen und steiles Geröll erfolgt der weitere Aufstieg zur Gletscherzunge und weiter zum Höllentalferner. Das Schneefeld konnte gerade noch ohne Steigeisen passiert werden.
Die berühmt berüchtigte Randspalte wurde dank guten Verhältnissen problemlos überwunden, danach beginnt der finale Aufstieg zum Klettersteig Höllental.

Der lange Steig, Genuss pur, zieht sich zur Irmerscharte empor, mit fantastischem Tiefblick zum Eibsee, bevor die Nordflanke des Zugspitz-Ostgipfels erreicht wird. Dann heißt es, sich einzureihen in die Schlange der Bahntouristen, bis die letzten Meter über schmierige Felsen zum Zugspitzgipfel mit 2962 m erklommen werden können . Um 12 Uhr, nach fast 1600 Hm, war das Ziel erreicht. Mit der Eibsee Seilbahn ging es fast 2000 Hm hinunter und von dort mit der Zahnradbahn der bayerischen Zugspitzbahn zurück nach Hammersbach.

Nach diesem Traumtag, bei dem wir das Glück hatten, wochentags unterwegs sein zu können,
sind wir schon gespannt, was Martin für nächstes Jahr plant.


       

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