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2019-08-18 Meraner Höhenweg

verfasst von franz_f, uli_r, zwiefa am 01.01.2019

Meraner-Hoehenweg Wir, das heißt 6 Frauen und ich, fuhren am Sonntag schon um 5 Uhr mit dem Vereinsbus los, da wir am ersten Tag nicht nur die Anreise sondern auch den Aufstieg von Pfelders zur Stettiner Hütte (1.200 hm) vor uns hatten und Regen vorhergesagt war. Marylou hatte die Tour gegen den Uhrzeigersinn von Pfelders bis Kuens geplant und wie gewohnt super vorbereitet.
Die Stettiner Hütte erreichten wir nach 5 Stunden trockenen Fußes und die Schlafbaracken (das Haus wird nach einem Lawinentreffer erst im kommenden Jahr wieder aufgebaut) waren gemütlicher als befürchtet.
Wegen heftigem Regen am nächsten Morgen musste die geplante Gipfeltour auf die "Hohe Wilde" abgesagt werden. Statt dessen wurde der direkte Abstieg zur Rableitalm gewählt, wo wir schon vor 12 Uhr, aber völlig durchnässt ankamen. Trotzdem war die Stimmung prächtig. Die nassen Sachen wurden am Kachelofen und auf der Wäscheleine wieder trocken und wir erlebten einen langen Hüttentag/abend in der gemütlichen Bauernstube.
Das Wetter wurde das Wetter immer besser und wir konnten die wunderschöne Tour wie geplant bis zum Ende geniessen. Von der Rableidalm (2004m) gings überwiegend abwärts zur schön gelegenen Patleidalm (1386m) und von dort am nächsten Tage über den 1000Stufen-Weg zum Hochganghaus (1839m). Richtig anspruchsvoll wurde die Etappe vom Hochganghaus zum Talbauer. Zunächst gings über die Hochgangscharte zur Spronser Seenplatte und weiter zum Oberkaser. Beim Abstieg ovn der Tauern Scharte zur Leiteralm wurden dann die Beinmuskeln nochmals stark gefordert. Nach leckerem Apfelstrudel und Kaffee gings dann auf dem wunderschönen Hans-Friedensweg über Steinegg zur letzten ÜN beim Talbauer.
Der Walweg vom Talbauer, vorbei an der Langfaller Säge nach Kuens bildete mit herrlichen Aussichten in den Meraner Talkessel einen schönen Abschluss der Wanderwoche.
Na ja, für mich als einzigen Mann mit 6 Frauen gab's noch einige Aha-Erlebnisse extra: Ich kenne jetzt alle Vor- und Nachteile eines Thermomixers, weiß was man damit alles machen kann und für welche Dinge (Hefeteig) er besonders geeignet ist. Entgegenkommende Wanderer hatten auch so manchen Kommentar parat. Von (beneidend) "wie der Hahn mit seiner Hühnerschar" bis (bedauernd) "der hat am Abend aber auch hängende Ohren", war alles dabei.
Einig waren sich am Schluss aber alle, dass wir eine wunderschöne Wanderwoche geniessen durften. Dank der Planung und Vorbereitung von Marylou war die Tour wieder ein Highlight im Wanderkalender.


                 
 

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