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Wandertage auf der Via Alta im Tessin

verfasst von franz_f, uli_r am 01.01.2019

Stubaier-Hoehenweg Auf der via Alta im Tessin vom 12. bis 14.07.2019
Eigentlich war die Fortsetzung des Stubaier Höhenweges geplant, aber es lag noch viel zu viel Schnee und schließlich verlangte das schlechte Wetter auf der Alpennordseite von Robert ein weiteres Umplanen seiner Tour. Im Tessin war ein stabiles Hoch vorausgesagt, so dass man schon sehr früh am Morgen von Weiler nach Brione mit dem Auto aufbrach.
Von Brione 743 m aus ging es zunächst immer steil bergauf zum Lago del Starlaresc auf 1875 m, der den vier Wanderern eine gute Abkühlung ermöglichte. Gut gestärkt marschierten sie weiter auf den Gipfel Madom da Sgiof 2265 m. Der Abstieg führte sie zuerst über die Nordwestschulter und weiter über den Passo Deva zur Alpe Masnee auf 2063 m, bei der die Handwerker gerade ihren Arbeitstag ausklingen ließen. Damit die schweren Steine nicht auf das Baugerüst hochgehoben werden mussten, flog als Unterstützung extra der Hubschrauber an und brachte später noch weitere Handwerker zur Hütte. Es ist schon beachtlich mit welchem Engagement die Tessiner ihre Selbstversorgerhütten bewarten. Den Tag lies die Wandergruppe noch am nahe gelegenen Laghetto di Pianca auf 1915 m ausklingen, bevor es ans Kochen ging.
Der blau weiß markierte Weg der Via Alta Valle Maggia führte sie am nächsten Tag auf den Poncione Piancascia 2360 m. Hier gab es einen tollen Rundumblick vor allem auf den nahe gelegen Laggo Maggiore. Dann ging es wieder hinab zur Alpe Cuasca 1693 m und hinauf zum Pass auf 2069 m ?Passo die due Laghi? mit seinen beiden Seen. Nachdem man den ganzen Tag keine Menschenseele zu Gesicht bekam war man sehr überrascht, als man bei der Ankunft am Abend feststellen musste, dass die Alpe Spluga 1838 m bis auf die vier freien Restschlafplätze dann voll besetzt war.
Am Sonntag führte der Aufstieg vorbei am schönen See Pascolo die Laghi und der Abstieg durch eine steile Rinne ins Westkar des Cima di Broglio, 2000 m. Der nächste Grat musste mit einigen kleinen Kletterstellen erklommen werden bevor es zunächst wieder bergab ging und dann der letzte Aufstieg zum Passo des Cocco auf 2142 über ein Blockgelände führte. Der lange Abstieg führte zunächst vorbei an den Hütten Rif. Sambucco und Rif. Osola immer am Flussbett entlang durch einen malerischen Wald und dann kam ein sehr langer Abstieg bis die Füße brannten zurück nach Brione.
Das Tessin ist immer wieder eine Reise wert, einsinken in die malerische Bergwelt, die absolute Ruhe genießen, traumhafte Aussichten belohnen einen die steilen Aufstiege und die geschundenen Füße sind schnell wieder vergessen. Sche war?s und danke Robert.


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