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2019-04-06 Skitouren um den Winterraum der Mindelheimer Hütte

verfasst von franz_f, conny_p am 25.11.2018

DSC07922_1 (2) 06.-07.14.2019 Skitour Winterraum Mindelheimer Hütte Frühmorgens um 6:00 Uhr trafen sich doch noch vier unentwegte beim Vereinsheim um mit Conny Prinz über das Wochenende Skitouren im Bereich der Mindelheimer Hütte durchzuführen. Eigentlich hätten es mehr Teilnehmer sein können, daher der Vereinstransporter, aber durch verschiedene Absagen blieben nur wir vier übrig. Die Lawinen- und skifahrerischen Voraussetzungen waren gut, man konnte nordseitig sogar mit etwas Pulver rechnen.
Die Fahrt ging durch den Bregenzer Wald zum Hochtannbergpass. Die Morgensonne beleuchtete bei der Hinfahrt die schneeweissen Berggipfel vor dem blauen Himmel wie eine Krone über die noch im dunklen Schatten liegenden Talauen und liessen eine Vorfreude auf die noch bevorstehenden Erlebnisse im Schnee aufkommen.
Vom Passparkplatz aus, sollte das Ziel für heute das 2366m hohe Geißhorn und anschliessend die Querrung zur Mindelheimer Hütte
(2058m) sein. Auf dem noch hartgefrorenem Firn ging es mit den Fellen und den Harscheisen an der weiter nordseitig liegenden Widdersteinhütte vorbei zum Gemstelpass (1971m). Dort fellten wir ab und konnten entspannt in einem etwas gesetztem Pulver bis zur Oberen Gemstelalm (?1710m) abfahren. Nun war wieder auffellen angesagt. Es musste der Koblatpass (?2030m) erreicht werden, von dem sich die Skitour bis zum Gipfel des Geißhorns wieder aufsteilt. Nach einigen Spitzkehren, nur zur Übung, erreichten wir diesen, und konnten mit weiteren Besuchern, bei herrlichem Wetter und angenehmer Temperatur, die weite Fernsicht genießen.
Für die Abfahrt vom Gipfel wählten wir bei griffigem Firn, wieder dem Aufstieg folgend hinunter zum Koblatpass und weiter bei besten Schneeverhältnissen in die Senke (?2050m) unterhalb vom Wildengundkopf. Hierbei waren wir allerdings, aufgrund des ?Flows? etwas zu tief gefahren, sodass wir wieder in den Wildengundkopfsattel
(?2170m) aufsteigen mussten. Die anschliessende Querung, dem Sommerweg folgend zur Mindelheimer Hütte, gestaltete sich etwas mühsam und an einer Stelle etwas heikel. Aber letztendlich erreichten wir voller Spannung über die anzutreffenden Bedingungen die Mindelheimer Hütte. Der First und der Giebel der Hütte ragten aus dem Schnee. Der Haupteingang der Hütte ?spitzelte? gerade noch sichtbar über der Schneeoberkante heraus. Der Eingang zum Winterrraum war allerdings aufgrund seiner geschützten Lage ohne Schwierigkeit zugänglich und mußte nicht freigeschaufelt werden. Klaus öffnete mit dem DAV-Schlüssel lässig die Tür und wir konnten den wohlgestalteten Winterraum in Beschlag nehmen. Aufgrund des tollen Winterraums, dem modernen Herd, der hervorragenden Heizmöglichkeit, von genügendem und trockenem Holz, den ausreichenden Decken und eines hervorragenden Nachtmahls der Conny sei Dank, mit Spitzenwein dem Klaus sei Dank, fehlte es uns an nichts und der Tag konnte gemütlich beendet werden.
Das Ziel des nächsten Tages war der 2383m hohe Liechelkopf und dann wieder zurück über den Koblatpass und via dem Gemstelpass zum Auto.
Am anderen Tag hatte das Wetter seine gute Seite etwas verloren, es war anfangs etwas verhangen, wolkig und diesig. Aufgrund der anstehenden Querung und des steilen nordseitigen Aufstiegs in den Sattel zwischen dem Angererkopf und dem Liechelkopf, in welchen der Aufstiegs vom Klein-Walsertal mündet, hatten wir es, um die eisige Verhältnisse etwas zu entschärfen, mit dem Tourbeginn nicht so eilig. Mit einer kurzen Tragepassage und weiteren vielen Spitzkehren, selbstverständlich wieder nur zur Übung, erreichten wir den Gipfel, diesmal ohne weitere Besucher.
Die Abfahrt vom Gipfel war steil und gestaltete sich etwas ruppig, wobei weiter unten diese wieder in gut fahrbaren Firn überging. Im Talkessel angekommen wurde aufgefellt um wieder in den Wildengundkopfsattel zu gelangen und die anschliessend Querrung zum Koblatpass durchzuführen. Die nun folgende Abfahrt in den Talkessel der Oberen Gemstelalm entschädigte uns in vollem Umfang mit tollem Firn für die vorher gehenden Mühe des Aufstiegs.
in der Zwischenzeit hatte sich das Wetter zum Besseren geändert. In dem Talkessel der Oberen Gemstelalm war es erheblich warm geworden, so dass beim Auffstieg zum Gemstalpass der Schweiss nochmals seinen ausdrücklichen Tribut forderte. Die wohltuende Rast an der Widdersteinhütte und das abschliessend genussvolle Abschwingen zum Parkplatz beendete die Tour.
Bei der Einkehr im dem Kaffee, gleich an der Abzweigung nach Bizau, konnten wir bei frühlingshafter Temperatur nochmals alles Revue passieren lassen und die sommerlichen Genüsse der Gastronomie in Anspruch nehmen.
Nochmals vielen Dank der Tourleitung Conny Prinz und Klaus Schäfer.


                 
               
           

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