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2018-06-24 Durch das Steinerne Meer

verfasst von christine_w, franz_f am 02.11.2017

funtensee-483917__340 Durchs Steinerne Meer im Berchtesgadener Land vom 24 bis 28.06.2018.
10 Bergfreunde trafen sich um 6.00 Uhr Morgens um sich auf den Weg an den Königssee zu machen.
Dank des frühen Aufbruchs und dazu noch Sonntag schafften wir die 340 Km in 3 ½ Stunden mit einer kurzen Pause. So war es möglich die Tour schon 1 Stunde früher an der Jennerbahn zu starten wie ursprünglich geplant. Es war leider stark bewölkt, etwas kühl für die Jahreszeit aber trocken. Von Kälte sprach bald niemand mehr da es die Steigungen in sich hatten. Nach 2 Std. erreichten wir mit ein paar schönen Ausblicken auf den Königsee die Königsbachalm (1240) Hier gab es eine kurze Kaffeepause mit frischem Käsekuchen. Weiter ging es nicht weniger steil die letzten 400 hm zu unserem Tagesziel das Carl- Stahl-Haus (1736) von insgesamt 1170 hm. das wir nach insgesamt
3 1/2 Stunden trocken erreichten. Das Carl-Stahl-Haus liegt zwischen dem Jenner und dem Schneibstein.
Zwischendurch konnten wir einen Blick auf unsere nächste angedachte Tagesetappe den Schneibstein (2276) erhaschen, mit der Hoffnung dass die bessere Wettervorhersage stimmt.
Ein paar machten sich nochmals auf einen kleinen Rundweg von 1.Std. zum Pfaffenkegel.
In der Nacht fing es leider schon heftig an zu Regnen. Am nächsten Morgen starteten wir dadurch erst um 10.00 Uhr da der Wetterbericht Besserung versprach aber nicht hielt, der Regen jedoch wurde leichter.
Die Wolkenwand am Schneibstein sagte uns das wir doch besser den Weg durch das Preisburger Moos nehmen sollten, und der Hüttenwirt meinte das sei eine sehr gute Entscheidung bei dieser Nässe.
Also wieder runter bis fast zur Königsbergalm an der historischen Enzianbrennerei Grassel vorbei (leider keiner da) zum Seelein See hoch (1890) und weiter zum Hochgeschirr (1949).
Es Regnete immer noch und der Wind frischte auf, da war einfach nach 31/2 Std. an keine angenehme Brotzeitpause zu denken wie man sich es bei einer Tour vorstellt.. Ab jetzt ging es wieder Bergab zum Landtalgraben, das zum Teil mehr einer Bach als einer Bergwanderung ähnelte.
Es hörte dann doch noch auf mit der Nässe von oben, und hatten somit noch schöne Ausblicke auf den Königssee, Obersee, Fischunkel, und den Röthbachwasserfall. Auf einem Wegweiser stand noch 1,5 Std. bis zum Tagesziel die wir auch ohne Pause und trödeln benötigten. Um 17.00 Uhr erreichten wir endlich die Wasseralm die sehr idyllisch auf einer Hochebene liegt. Trotz schlechtem Wetter war es ein sehr schöner abwechslungsreicher und Blumenreicher Weg. Die Wasseralm ist eine sehr kleine Hütte und es gab zum Abendessen nur ?frische Gemüsesuppe? (nicht aus der Dose) mit oder ohne Wurst aber sehr lecker. (Wie sagt der Allgäuer friss oder strirb)
3 Tag: Das Wetter schaut gut aus, jedoch kein versprechen auf einen Regenfreien Tag, und trotzdem, und Gott sei Dank wagten wir den längeren Weg zum Kärlingerhaus.
So stiegen wir auf einem wenig begannen Weg rauf zum Steinhütterl und weiter durch die
Lange Gasse durch ein paar kleinere und zum Ende hin noch ein längeres und steileres Schneefeld hoch zum Niederbrunnensulzen (2368)
Wir befanden uns in einem riesigen Karstgebiet, was Spaß machte, und nicht langweilig wurde.
Nun hatten wir noch 860 Hm Abstieg bis zum Funtensee bezw. Kärlingerhaus (1630) durch den Stuhlgraben vor uns. Nach 6 ½ Std. freuten sich Karl und Hans-Peter auf ein erfrischendes Bad im eiskalten Funtensee. Hier werden immer die kältesten Temperaturen von ganz Deutschland gemessen im Winter bis zu ? 45 Grad. Die anderen freuten sich auf Kaffee und Kuchen mit Blick auf den See und den Funtenseetauern. Es war eine super tolle Tour, mit schönen Ausblicken, und Erlebnissen.
Für den einen oder anderen eine neue positive Bergerfahrung, und das ganze ohne Regen.
Wir wurden auf dem Kärlingerhaus bestens versorgt, und der Hüttenwirt hatte für unsere tolle Truppe noch einen Zirbenschnaps spendiert.
Diese Hütte ist ein Besuch wert und ist vom Königsee aus als Tagestour möglich.
Leider sind die Wetterprognosen für die nächsten 2 Tage alles andere als gut.
Und so beschlossen wir gemeinsam dass wir das Ingolstädter Haus stornieren und am anderen Tag durch die Saugasse zum Königssee absteigen. Was sich auch als richtig herausstellte, da wir auch diese 1000 hm Abstieg nicht trocken hinter uns bringen konnten.
Der Weg selber nach St Bartholomä ist ein sehr eindrucksvoller, abwechslungsreicher, zum Teil steiler Weg, jedoch sehr gut zu gehen.
Die letzten Kilometer zum Parkplatz legten wir mit dem Schiff zurück, was jedoch bei dem schlechten Wetter keinen Blick auf die Watzmann Ostwand zu lies.
Die Heimfahrt verlief nicht ganz so schnell wie die Anreise, aber wir kamen alle Unfallfrei wieder im Westallgäu an.
Trotz den Wetterkapriolen und Verkürzung war es eine schöne Tour, mit einem sehr angenehmen und lustiger Haufen.
Hat Spaß gemacht mit euch unterwegs zu sein, vielleicht klappt es wieder einmal gemeinsam die Berge zu erleben.

Christine


                 
               
               
               
               
               
     

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