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2016-04-28 Radtour von der Neckarquelle über die Alb zum Donauursprung.

verfasst von uli_r, franz_f am 03.02.2017

IMG_3255 Eigentlich sind es von der Neckarquelle zum Donauursprung nur wenige Kilometer ? wie kann man da eine 4-tägige Radtour gestalten?
Los ging es per Auto um 7.00 Uhr ab Weiler bei Minus 1,5 Grad nach Deißlingen, am oberen Neckar, wo es immerhin schon 2 Grad Plus hatte. In mehreren Schichten gut eingepackt stiegen 11 Hartgesottene auf die Räder. Schon in der alten Reichsstadt Rottweil war ihnen so warm, dass das eine oder andere Teil zögernd ablegt wurde, obwohl vom wolkenverhangenen Himmel der angesagte Regen aufzog. Zügig ging es dann auf dem Neckarradweg flussabwärts bis nach Glatt, wo sie im sehenswerten Schloßcafe die sagenumwobene Schwarzwälder Torte bestellten. Nach Kaffee und Kuchen wieder aufgewärmt radelten sie weiter zum ersten Etappenziel, Domstadt Rottenburg. (88 KM, 680 HM, 5 Std. Fahrzeit).
Der zweite Tag führte sie durch das Katzenbachtal, auf dem Hohenzollernradweg vorbei am Stauferschloss Hohenzollern, durch die Stadt Balingen stetig bergauf zum Stausee in Schömberg. Dort wechselten sie auf den Schlichemtalradwegn der sie auf die schwäbische Alb nach Thieringen führte. Im dortigen evangelischen Feriendorf waren 2 Häuschen reserviert und sie konnten in absoluter Ruhe herrlich schlafen. (66 KM, 1.205 HM, 5 Std. Fahrzeit).
Die Königsetappe startete zunächst steil bergauf zum Albtrauf, wobei sie die vielfältige Fauna der Schwäbischen Alb überraschte. Sie radelten vorbei an Wiesen mit Schlüsselblumen, Traubenhyazinthen und wilden Narzissen. Grandios war der Blick von der Albkante hinab ins Schmeiental, das sie nach einer tollen Abfahrt bald erreichten. Die Fahrt durch das romantische, scheinbar vergessene Schmeiental mit seiner unberührten Natur wird ihnen noch lange in Erinnerung bleiben. Bei der Mündung in die Donau veränderte sich die Topographie schlagartig. Von nun an ging?s wieder bergan, vorbei an hohen Felsen (Eldorado für Kletterer) und darauf dronenden Burgen. Als sie das Benediktiner-Kloster Beuron erblickten wussten sie, dass ihr Etappenziel Fridingen bald erreicht sein würde. (88KM, 1036 HM, 5,5 Std. Fahrzeit).
Der 1.Mai startete frostig mit immer dunkler werdenden Regenwolken. Dem entsprechend waren wir sie dem sonst stark frequentierten Donauradweg ziemlich allein unterwegs. In rascher Fahrt ging es der Donau entlang, an Tuttlingen vorbei nach Donaueschingen, wo sie der Donauquelle im Schloßpark eine Referenz erwiesen. Nun strampelten sie flott auf der alten Römerstraße nach Schwenningen und zum Schwenninger Moos und damit zum Neckarursprung. Auf dem Neckarradweg ging es zurück nach Deißlingen und beim verladen der Räder kam auch der lang erwartete Regen. (80 KM, 520 HM, 5 Std.)


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