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2017-07-15 Überschreitung Großlitzner-Seehorn im Silvretta (Hochtour)

verfasst von franz_f, erwin_s, martina_s am 13.10.2016

2-GrosslitznerSeehorn Überschreitung Großlitzner-Seehorn im Silvretta (Hochtour)

Am 15. Juli stieg Tourenführer Simon mit 4 Teilnehmern nachmittags zur Saarbrücker Hütte auf 2538m in 2 Stunden auf.
Am nächsten Tag starteten wir um 6.00 Uhr bei wolkenlosem Himmel zuerst zum Litznersattel. Dann mussten kurz die Steigeisen angelegt werden, der Weiterweg erfolgte über Schutt zum Grenzgrat hinauf. Nach dem Litzner Vorgipfel auf ca. 3000m geht es in leichtem Fels bergauf, bevor dann der Vorturm, mit atemberaubenden Tiefblicken erstiegen wird. Der Fels war griffig und die Kletterei machte Spaß! Dann kam der schönste Teil der Tour, die Ersteigung, oft luftig und ausgesetzt über den Ostgrat zum imposanten Litzner Gipfelturm. Es galt, einen steilen Aufschwung zu überwinden, bei welchem man schon etwas zupacken musste. In der letzten Seillänge kam nach einer Verschneidung mit einer steilen Platte die schwierigste Stelle mit einem Überhang, die Simon souverän vorstieg und bestens mit Friends absicherte. Noch einmal kurz durchatmen und nach einfacherer Blockkletterei erreichten wir den Gipfel des Großlitzners mit 3109m.
Nach einer ausgiebigen Gipfelrast ging es ans luftige Abseilen. Dabei erfuhren wir von Simon wertvolle Tricks zum Abseilen, die wir auch gleich anwenden konnten. Dies erfolgte dreimal im teils überhängendem Fels, bis wir die 1. Stufe des Hochjochs erreichten. Abermals stiegen wir durch eine schuttige Rinne ab, mit Vorsicht, da die Felsen teilweise mit Eis überzogen waren, bis erneut abgeseilt werden musste. Vom Hochjoch auf 2980m ging es auf Wegspuren über erdiges Gelände und steilem Schutt zum Seehorn Südostgrat empor. Auf diesem ging es am Grat entlang exponiert im I. und II. Schwierigkeitsgrad zum Gipfel des Großen Seehorns mit 3121m.
Am Gipfel beginnt eine eingerichtete Abseilpiste, wo wir uns 8x hinunterliessen. Wir genossen das Abseilen, bis wir am felsigen Schuttfeld ankamen, das uns an ein steiles Schneefeld führte, bevor wir an der Seelücke auf 2778m ankamen. Nach einer weiteren halben Stunde erreichten wir gegen 16 Uhr die Saarbrückner Hütte und genossen den wohlverdienten Apfelstrudel, bevor wir zum Parkplatz des Vermuntstausee noch 2 weitere Stunden abstiegen.

Moni


             

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